Blub?

Das mag in einigen Köpfen vorgegangen sein, die damit beschäftigt waren, den letzten Text zu verarbeiten.
Es gibt einen Grund, warum, trotz der Rechtschreibkontrolle, so sonderbare Worte in dem letzten Beitrag auftauchten. Es war Absicht.

Ich habe mit Interesse, aber ebenso Verwirrung, die Entwicklungen zum Thema "Gleichheit in der Sprache" verfolgt und sie kamen mir immer etwas sonderbar vor. Das Problem bei den Feminist/innen und den Vordenker/innen ist, dass es
· grammatikalisch nicht korrekt ist (die Feminist (m), die Feministinnen (w)? - nicht ganz)
· man es nur umständlich oder gar nicht aussprechen kann.
Während ich durchaus dafür bin, sich darüber Gedanken zu machen und auch Lösungen zu entwickeln, musste ich mir auch überlegen, wie ich das hier gestalten möchte.
Also habe ich mich zunächst erst einmal den Personalpronomen angenommen und entschieden, dass das per Definition maskuline Substantiv, wenn der Kontext es nicht anders fordert, für eine Frau oder einen Mann stehen kann. Schön wäre eine Endung, die ein Wort als neutral definiert, aber das klingt, wenn es nicht durchdacht ist, in erster Linie nur sonderbar.
Wer unglaublich gute Gedanken zu diesem Thema hat und die endgültige Lösung gefunden, kann mir gerne einen Kommentar schreiben. Bis dahin erläutere ich kurz die Wörter, die ich auf jeden Fall, auch mit Abwandlungen, verwenden werde.

sie_er hän*
ihr_ihm sim
sie_ihn sin
   
sein_ihr sir
seinem_ihrem sirem
seinen_ihren siren
   
dessen_deren desren
der_die ki (Relativpronomen)
   
jede_r jese
jedem_jeder jesem
jeden_jeder jesen

Usw. usf.

Edit 05.11.2011: Da ich etwas hinterher bin mit meiner Bildung, habe ich jetzt erst den Sinn des Gender_Gaps verstanden und werde den an dieser Stelle daher mit einfügen, denn was bringt es, wenn man sich bemüht, Frauen und Männer sprachlich gleich zu behandeln aber nicht-binären (ich hoffe, der Ausdruck ist in Deutsch angemessen und verständlich) Personen das gleiche verweigert.

*Habe mich jetzt doch für die finnische Form entschieden, die ich schon immer schön fand.
kiturak (Gast) - 5. Nov, 10:26

Ich würd ja an "en" rumnölen, aber auf jeden Fall hab ich schon viel zu lang keine selbst ausgedachten Pronomina mehr gesehen, und diese mag ich :) super.

Als Zusatz noch, es hält sich hartnäckig das Gerücht, der Gender_Gap ließe sich irgendwie nicht aussprechen. Quatsch, Du sagst einfach z.B. "Erfinder innen", mit der Lücke zwischen den Wörtern einfach nur gaaaaanz kurz.

Zweisatz - 5. Nov, 10:34

Hm ja, "en" klingt sehr männlich, aber wo ich's so benutzt habe, fand ich es eigentlich schön neutral (ist natürlich subjektiv).
Teils war mein Problem, wie ich gleichzeitig irgendetwas in der Mitte zwischen männlich und weiblich finde, das sich aber auch noch gut aussprechen lässt (letzteres ist das größte Problem). Für gangbare Alternativ-Vorschläge bin ich aber auch offen :)

Oh, danke für die Info. Das ist was für mich, da ich gerne mit Sprache 'rumspiele.

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