Deutsche feministische Blogs

Ich habe diesen Blog gestartet, weil ich mit deutschen feministischen Blogs unzufrieden war – hauptsächlich, da ich fast keine kannte. Sicher, letzteres könnte an mir (bzw. Google) liegen. Wer weiß, wie viele tolle Blogs es gibt, von denen ich noch nichts gehört habe? Und wenn ich erfahren würde, dass ich erleuchtende Lese-Erlebnisse aus diesem Grund verpasst habe, wäre ich traurig.

Aber zurück zu meinem ursprünglichen Plan: ich wollte einen Blog in deutscher Sprache starten, der Artikel über Themen beinhaltet und auf eine Art geschrieben ist, die mich interessiert. Meine Inspiration stellte dabei weitestgehend die US-amerikanische Blogosphere dar.
Nun gibt es etwas, das mich sehr stört, wenn ich einen feministischen Blog lese (egal, in welcher Sprache, aber meist sind es deutsche Blogs): wenn die Autorinnen, die sonst brillante Artikel zu interessanten Themen schreiben, unhöfliche, ablenkende und allgemein feindselige Kommentare nicht löschen.

Stellt euch vor, ich lese einen durchdachten Artikel, der viele neue Erkenntnisse und Denkansätze aufwirft und bin gespannt, ob diese Gedanken auch andere umtreiben. Aber sobald ich mich der Kommentarspalte zuwende, muss ich verfolgen, wie die Autorin ihren Artikel und dessen Inhalte wieder und wieder erklären muss, Aussagen abstreiten muss, die weder im Artikel standen noch impliziert wurden. Alles Dinge, die klar wären, wenn man den Artikel nicht schlampig lesen oder -meist der Fall- bösartig interpretieren würde.
Dennoch zeigen diese Bloggerinnen das Bedürfnis höflich zu sein oder sie möchten sich erklären oder ein Beispiel für andere Kommentator(inn)en setzen – ich kenne ihre Motivation nicht und da es sich nicht um meinen Blog handelt, kann ich sicherlich keine Entscheidungen über die Art der erlaubten Kommentare treffen, aber wenn ich eine solche Kommentarspalte lese, wünsche ich mir meist, die Autorin wäre strikter.
Denn für mich ist ein toller Artikel mit schrecklichen Kommentaren ein unvollständiges, unterm Strich trauriges Erlebnis.

Vielleicht liegt alles in der deutschen Mentalität begründet. Vielleicht wird man nie veröffentlicht/zu Konferenzen eingeladen, wenn man nicht auch mit Menschen diskutiert, die (internetweit) recht bekannt sind, aber dennoch Mist produzieren. Vielleicht funktioniert meine Einstellung zu Kommentaren in Deutschland nur, wenn man nicht vorhat, ein breiteres Publikum zu erreichen, das man (aus meiner Sicht) verdient hat (natürlich würde es mich freuen, wenn die Ideen, die mir so wichtig sind, gesellschaftsweit Beachtung fänden).
Es wäre wirklich schade, wenn man dumme, ja für die eigenen Leser/innen verletzende Kommentare veröffentlichen muss, um genug Aufmerksamkeit auf Inhalte ziehen zu können, die einer wichtig sind.

Wie oben angesprochen macht eine unzureichend moderierte Kommentarspalte einen Blog für mich daher weniger lesbar, wenn nicht gar unlesbar. Wahrscheinlich aus dem Grund, dass ich mich eigentlich in einer Umgebung entspannen will, die Ideen verbreitet, die ich teile. In meiner Muttersprache gehen mir die Kommentare auch näher.

Üblicherweise sind mir die Webseiten bekannt, deren Kommentare regelmäßig hasserfüllten Unsinn beinhalten (zum Beispiel jede größere Online-Zeitung). Aber wenn es sich um eine feministische Seite handelt, lese ich sie, trotz schlechter Erfahrungen, meist dennoch. Wahrscheinlich aus der unrealistischen Hoffnung heraus, dass die Autorin dem Treiben endlich ein Ende gesetzt haben wird. Denn Feminismus bedeutet für mich auch, vom Recht Gebrauch zu machen, die eigenen Grenzen durchzusetzen und es will in meinem Kopf nicht ganz zusammen, warum man fortschrittliche, emanzipierte Gedanken wälzt, aber gleichzeitig den Raum, in dem sie veröffentlicht werden, wieder der grausamen Außenwelt anheim fallen lässt. (Ich möchte hier nicht Victim Blaming betreiben. Am Anfang steht natürlich immer die Person, die einen Hasskommentar abgeschickt hat und auch diese ist alleinig für dessen Existenz verantwortlich.)
Üblicherweise, wenn man mit einer Person, die nicht einmal mit den Grundlagen vertraut ist, über feministische Themen spricht, ist es aus irgendwelchen Gründen der anderen Person erlaubt, beleidigend zu sein, während man selbst nett und höflich bleiben muss. Ich bin aber nicht bereit, mit Leuten zu diskutieren, die vielleicht, eines Tages, verstehen werden, wovon ich rede. Ich weigere mich, Sachverhalte wieder und wieder zu erklären, die man auf unzähligen Seiten im weiten weiten Netz nachlesen kann, wenn man sich denn die Mühe machen würde, sich zuerst einmal selbst zu bilden. Es ist nicht meine Pflicht, irgendjemanden zu erziehen!
Warum sollte ich Fragen beantworten, die bereits von viel geduldigeren Menschen als mir lang und breit erklärt wurden? Vor allem, wenn es sich um Fragen handelt, die ignorieren, wenn nicht gar verneinen, wie unsere Gesellschaft eigentlich funktioniert?
Es ist mir auch egal, ob die Menschen absichtlich nichts gelernt haben oder quasi aus Unachtsamkeit. Ich trage kein Schild, auf dem steht: "Ich bin Feministin, stell' mir unsinnige Fragen!".

Aus all diesen Gründen wäre ich an der Herangehensweise von anderen Blogger/inne/n interessiert (und der der Mitlesenden).
Welche Art von Kommentaren erlaubt bzw. verbietet ihr und warum? Denkt ihr, dass die Diskussionen in euren Kommentaren lesenswert sind und üblicherweise die Punkte aus dem Artikel in sinnvoller Weise erweitern? Seid ihr der Meinung, dass man, ohne "kontroverse" (sprich unerträgliche) Kommentare zu erlauben, kein größeres Publikum erreichen kann?
kiturak (Gast) - 2. Nov, 22:05

Mir geht's da ähnlich

Ich bin jedenfalls recht strikt - ich hab' auch sozusagen in der US-Bloglandschaft "gelernt", wo tatsächlich sowas wie Diskussionen möglich waren, und hab' hier in Deutschland erstmal den Schock bekommen.
Mir war von Anfang an klar, dass ich auf das Kasperltheater keinen Bock habe, und hab' nach dem - ich glaub' zweiten Post? der prompt die ersten Trollkommentare zog, dicke Richtlinien geschrieben und den Mist gelöscht. Klick, weg.
(Hehe, ich hab grad' nachgeschaut und wurde fast nostalgisch - das war "Christian-Alles Evolution"! Danach kam erst der Typ, den ein Post von mir so genervt hat, dass er extra deswegen seinen alten Blog exhumiert hat, um, äh, Bodo Wartke vor mir in Schutz zu nehmen.)

Ich veröffentliche schon manchmal blödes Zeug als Demonstrationsding, sozusagen, aber erst wenn ich schon die Antwort darauf geschrieben habe.

Keine Ahnung, Leute denken anscheinend immer nur an die, die Kommentare schreiben. Ich denke an die, die mitlesen wollen, und sich für eine Diskussion interessieren. Das ist aber nicht drin, wenn ich jede Vollnase veröffentliche, die ganz offensichtlich null Interesse hat, sich konstruktiv mit meinen Themen zu beschäftigen, sondern sich gern genüsslich in seinen_ihren Privilegien suhlen will. Warum soll ich mir das antun?

Zweisatz - 2. Nov, 22:21

Aaaah, ich werde deinen ganzen Blog lesen! Ich bin so begeistert. *lach*

Weiß ja auch nicht, warum die, die schreiben, wichtiger sein sollen. Denn wenn sie privilegiert daherreden oder andere beleidigen, weiß ich nicht, warum ich sie pampern oder in Schutz nehmen soll. Da nehme ich lieber die potenziell tollen, aber genau so leicht wie meine Person aufzuregenden Leser/innen in Schutz.

Und natürlich bin ich immer wieder von tollen Kommentar-Threads auf entsprechenden Blogs begeistert, in denen alle wenigstens respektvoll miteinander umgehen und meist noch wirklich interessante Punkte zum Thema hinzufügen.
accalmie (Gast) - 6. Nov, 23:44

hey,

freu mich schon, in zukunft mehr von dir zu lesen!
zur kommentar-policy: ditto! das ist die eine sache, die ich partout nicht nachvollziehen kann auf vielen feministischen blogs in deutscher sprache... da mein blog ganz poplig klein und noch nicht alt ist, sind die meisten leserInnen einfach freundInnen/bekannte/kollegInnen von mir oder kommen von anderen feministischen blogs in deutschland oder den USA, daher hab ich selten influx von trollen. die kommen allerdings ganz schnell, wenn man z.b. über men's rights activists (und wow, die sind noch schlimmer als ihr ruf...), schwangerschaftsabbrüche oder eben auch rassismus (wie bei noah sow zu sehen war) schreibt. meine regel ist: beleidigungen der üblen art veröffentliche ich nicht (bzw. lösche ich, falls sie durchrutschen). wenn sich aber anhand dieser kommentare schön zeigen lässt, was man gerade im post erklärt hat, dann lasse ich 'nen kommentar auch mal durch, auch wenn er übel ist. meine zweite regel dabei ist aber: eine runde, und das war's. mit trollen diskutieren, nö. anhand eines troll-beispiels zeigen, was man gemeint hat: gelegentlich. die "einfach beleidigenden" kommentare (kerstin p.) finde ich nicht allzu schlimm (wobei es darauf ankommt, von wem sie kommen - ich mache da z.b. unterschiede zwischen geschlechtern) und sind manchmal sogar ganz lustig. wenn leute sich wirklich blamieren wollen, dann sollen sie's tun :)...

Zweisatz - 7. Nov, 19:56

Endlich habe ich den Kommentar wiedergefunden! Ich wusste, dass ich auf irgendetwas noch nicht geantwortet habe.

Also zunächst: Uh, ah, gerne doch. Kann ich nur zurückgeben!
"die "einfach beleidigenden" kommentare (kerstin p.) finde ich nicht allzu schlimm (wobei es darauf ankommt, von wem sie kommen - ich mache da z.b. unterschiede zwischen geschlechtern)"
Dass du den Unterschied machst, kann ich vollkommen nachvollziehen. Meiner Meinung macht es einen großen Unterschied, in welcher Art der/die* Kommentaror_in privilegiert ist.

Die Praxis, Trollkommentare zu zerflücken, kann zwar verstörend sein, je nach Inhalt des Kommentars, finde ich aber mitunter auch nicht schlecht.
Man kann immerhin lehrreiche Dinge demonstrieren ;) Wie ich das handhabe, weiß ich allerdings noch nicht, da ich bis jetzt (fast) von zu löschenden Kommentaren verschont wurde.

Allgemein nervt es mich schon wieder, dass Leute sich beschweren, sobald man moderiert, als wäre ihr Wunsch, anderen mit ihren Worten weh zu tun wichtiger als das Recht anderer, nicht so im Vorrübergehen verletzt zu werden!

*Ich brauche endlich ein neutrales Wort für "der/die". Schlicht "das" gefällt mir nicht.
Angelika (Gast) - 7. Nov, 21:35

darf ich (als viel-lesa jedoch nicht-blogga) von wg. feedback

1. "wenn du moderierst" - imho "wer sich beschwert" = das ist dann "dera problema" und hat nix mit dir zu tun

2. dein gedanke zu "der/die/das :
mEn gibt es kein "neutrales deutsch" da deutsch per-se eine sog. männliche sprache ist (das haben dt. sprachforscha seit 20+ jahren analysiert und ist u.a. auch im webz lesbar/findbar/selbst-erkundbar)
daher, falls du "mit dt. sprache" oder mit deina blog-titla spielen möchtest kannst du weiterhin
"das generische maskulinum" benutzen oder zB einfach ein "generisches feminimum" verwenden (womit letzterem natürlich auch alle menschen dann mitgemeint sind) oder ...

solidarische grüsse

Zweisatz - 7. Nov, 21:43

Natürlich, ich will auch Feedback von Leser_innen! Danke dafür.
Generisches Femininum und abwechseln männlich/weiblich mag ich, ist aber leider keine Lösung, um nicht-binäre Menschen auf offensichtliche Art zu berücksichtigen. Daher verwende ich schon meine eigenen Sprachkreationen für Personalpronomen, für "der_die" fiel mir aber leider noch nichts Gutes ein.
Angelika (Gast) - 7. Nov, 22:17

verstehe Zweisatz.
auch da gibt es leider/mEn keine "patente/rezepte"
(ich verzweifle hier gerade a.d. kommentarfunktion, da ich hier nicht auf deinen letzten kommentar antworten kann, was ich gerne möchte und den/die auch nicht sehe ausser deinem post.
auf meinen letzten kommentar will ich ebend
n i c h t antworten. mh/meh)

solidarische/sprachliche grüsse

Zweisatz - 7. Nov, 22:24

Ja, die Kommentarfunktion lässt zu wünschen übrig, wie einige andere Sachen auch. Leider sind nur einfach verschachtelte Antworten möglich. Wäre sinnvoll zu Wordpress umzuziehen, aber Arbeit, deswegen müssen wir uns alle erst mal arrangieren ;)
Im Zweifelsfalle @Personxy schreiben oder [blockquote]Zitat[/blockquote] benutzen, um Text zu zitieren, wobei es keine eckigen, sondern spitze Klammern ("<" und ">") sein müssen.
Angelika (Gast) - 7. Nov, 22:53

danke :)

// achja, die wunder der technik //

Khaos.Kind (Gast) - 12. Dez, 20:27

Ich habe da noch ziemlich am Anfang meiner Zeit als Bloggerin zwei Artikel über die imho mangelhafte Streitkultur in Blogs verfasst. In denen ich auch die mangelnde Moderation eines Blogs direkt anprangere, auf dem ich mich zu der Zeit noch regelmäßig rumgetrieben habe. Weil es nicht besser, sondern schlimmer wurde, habe ich mich allerdings seit geraumer Zeit davon abgewandt.

In meinem Blog und meinen Kommentaren geht es mir vorrangig darum, die Moderationskriterien transparent zu machen - und dann natürlich auch entsprechend zu moderieren. Sonst wäre es ja nur viel Wind um nix. Und gerade Menschen, die eher passiv mitlesen werden durch eine anhaltend mangelhafte Diskussionskultur von aktiven Einbringen abgehalten. Unabhängig davon, ob sie die bestehenden Kommentare so unterschreiben würden oder nicht. Und was dann leider stehen bleibt, sind oft die unter- oder übergriffigen. Das ist ja nicht Sinn und Zweck der Sache.

Bisher bin ich der Meinung, dass es im Großen und Ganzen bei mir ganz gut funktioniert und die Kommentare in den meisten Fällen eine entsprechende Erweiterung/Vertiefung der Beiträge darstellen. Oder ich unpassende Kommentare (in einem imho erträglichen Ausmaß) bewusst stehen lasse, sie und deren Urheber*innen zurrechtweise und dafür Kommentare nicht freischalte, die nur weiter derailen und sich zu sehr vom Thema entfernen. Das ist mir dann wichtig, solche stehen zu lassen - damit auch Menschen die sich nicht an der Diskussion beteiligt haben, sehen, hier wird moderiert. Statt quasi nur den moderierten Teil einer Diskussion zu sehen.

Und um zu deiner anderen Frage zu kommen:
Nein, ich glaube nicht, dass es ein gangbarer Weg ist, kontrovers-unerträgliche Kommentare zuzulassen, um ein größeres Publikum zu erreichen. Imho ist es genau andersrum, dass erst eine merkbare Richtlinie im Sinne einer aktiven Einforderung selbiger einen Raum schafft, der eben nicht nur die lautesten, von sich am meisten überzeugten Menschen anspricht, sondern gerade auch solche, die sich sonst nicht trauen würden zu kommentieren.

Zweisatz - 13. Dez, 09:28

Hey, mich würde interessieren, wo du die Grenze ziehst zwischen einem Kommentar, den du veröffentlichst und hän Kommentator_in zurechtweist und welche (falls du das tust) du schon beim ersten Mal kommentarlos löschst; Gibt es Kommentare, die du völlig inakzeptabel findest?

Weswegen ich sehr viele Kommentare einfach lösche, statt zurechtzuweisen, ist, dass es eine Diskussion trotz Ermahnung auseinanderreißt, wenn man sehr "unangenehme" Sachen veröffentlicht.
Aber ich habe den Eindruck, dass unsere leicht unterschiedliche Herangehensweise auch darin begründet liegt, dass ich einen "Safe Space" kreieren will und dafür muss man noch einen Tick strikter sein.
Khaos.Kind (Gast) - 13. Dez, 14:42

Grundsätzlich unterscheide ich zwischen Kommentator*innen und den Kommentaren. Solange sich die Menschen an meine Regeln halten, werden sie bisher freigeschaltet - auch wenn ich sie z.B. auf anderen Blogs als überaus problematisch erlebe.

Kommentarlos gelöscht werden explizite Beleidigungen und Übergriffe, Drohungen etc.
Kommentare, die ich in irgendwelchen Fällen schwierig finde, werden vorerst nicht freigeschaltet oder wieder zurück gezogen (hab die Einstellung momentan so, dass einmal akzeptierte Kommentator*innen ohne meine Durchsicht wieder kommentieren können). Sofern eine funktionierende Mailadresse vorliegt, schreibe ich diejenigen Personen an und frage nach, wie es gemeint ist, bitte um andere Wortwahl/Formulierung oder erkläre, warum der Kommentar nicht durchgeht. Das ist natürlich ein vergleichsweise großer Aufwand für mich aber noch habe ich Kommentar"mengen", bei denen sich das relativ gut ausgeht.
Wenn dann jemand pampig wird oder sich nicht "berichtigt", wird der Kommentar gelöscht. Sowas kam zum Glück echt selten bisher.

Was ich ganz ungern mache, ist in fremden Kommentaren ändern oder zensieren. Dann lieber gleich ganz weglassen oder nur in Ausnahmen, wenn sich andere bereits darauf bezogen haben.

Das mit dem "Safe Space" finde ich ein spannendes aber auch schwieriges Konzept. Weil ich davon ausgehe, auf vielen Ebenen und in vielen Bereichen selbst noch blinde Flecken zu haben und weder vorschnell irgendwas entschärfen will, dass vielleicht nur ich als grenzwertig betrachte oder andersherum zuwenig unterbinde, das andere als übergriffig erleben. Ich kann versuchen meine Artikel und Kommentarstränge so "safe" wie möglich zu machen. Ob das bei denjenigen, für dich ich das mache, auch so ankommt, weiß ich leider nicht. Dafür rede ich mit zuwenig Menschen über mein Schreiben, für die ich das anstrebe (was u.a. am Thema liegt und daran, dass die, die ich kenne, eher offline-orientiert sind).
Zweisatz - 13. Dez, 20:47

Klar riskiert man auch bei einem (angestrebten) Safe Space, dass gar nicht ganz das Ergebnis herauskommt, das man im Sinne hatte. Diesbezüglich hoffe ich auf Rückmeldung von Leuten, denen was sauer aufgestoßen ist und versuche durch meine Reaktionen auf Kritik klarzumachen, dass angebrachte Kritik willkommen ist.

Zensieren von Kommentaren betreibe ich auf dieser Plattform schlicht deswegen nicht, weil ich keine technischen Möglichkeiten dazu habe. Wenn es entsprechend gekennzeichnet ist, finde ich es aber durchaus einen gangbaren Weg.
Khaos.Kind (Gast) - 12. Dez, 20:29

Ergänzung

Eigentlich wollte ich meine beiden Einträge zum Thema ja mal verlinken, damit die Mitlesenden wissen, wie ich das ungefähr meine.
Also hier:
Nervenheilanstalt I (http://geschlechterchaos.wordpress.com/2011/02/16/nervenheilanstalt/)

Nervenheilanstalt II (http://geschlechterchaos.wordpress.com/2011/02/22/nervenheilanstalt-2/)

Zweisatz - 12. Dez, 21:04

Ich lasse die Links mal zu, wenn ich auch mit der Nervenheilanstalt-Metapher nicht glücklich bin.
Khaos.Kind (Gast) - 12. Dez, 21:20

Die Metapher wirkt ohne Kontext glaube ich auch ziemlich daneben (der gemeinte Kontext steht am Ende des ersten Posts). Ob es der Kontext wirklich besser macht, ist jetzt fraglich, hätte es nur gern erwähnt.
Wollt mich fürs trotzdem zulassen bedanken.

Hoffentlich wirkt das jetzt nicht so, als würd ich nur mein Blog bewerben wollen. Darum gehts mir nicht. Die Grundsätze meiner Moderation habe ich ja hier bereits in einem Kommentar ausgeführt. Die dürfen und sollen auch gern hier besprochen werden.
Zweisatz - 12. Dez, 21:38

Ich habe die zugehörigen Artikel gelesen, hatte das Zitat allerdings nicht ganz mit der Überschrift in Verbindung gebracht. Vor allem, da die Einleitung des ersten Posts meine Interpretation der Metapher zu unterstützen schien.

Nein, keine Sorge! Wenn du den Nachtrag nicht gemacht hättest, hätte ich eh angemerkt, dass du gerne noch die entsprechenden Artikel verlinken kannst ;) Dient ja auch der Diskussion.

Auf deinen zentralen Kommentar will ich später noch antworten.
Onyx (Gast) - 31. Mai, 17:32

Leicht ist es nicht

Ich und zwei meiner Kolleginnen haben im Februar auch einen feministischen Blog gestartet: blog.ruinendisteln.de
Wir sind noch am Anfang und haben noch nicht so viele Follower/BesucherInnen.
Da wir eine Demokratie sind haben wir natürlich auch abgestimmt, wie wir das mit den Kommentaren handhaben werden. Wir haben uns entschieden, keine Kommentare zu löschen, es sei denn sie sind ausfallend oder beleidigend. Wir wollen mit unseren Artikeln ja Diskussionen aufmachen, deshalb sind wir dankbar, wenn wirklich hin und her diskutiert wird. Auch Kritik an den Artikeln oder andere Meinungen sind uns wichtig, denn man kann ja immer noch weiter lernen und denken.

Uns hat auch noch niemand getrollt, aber wenn das der Fall sein sollte müssten wir über den Kommentar individuell entscheiden, denke ich.

Es ist nicht leicht das vorher zu entscheiden oder kategorisch Kommentare zu verbieten.

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